Kragarmtreppe im Fertighaus: Wann ist sie möglich – und wann nicht?

Treppenpreise - Was kostet eine Treppe
Hartmut Schmidt von TBS Schmidt
Autor: Hartmut Schmidt
Aktualisiert: 27. Juni 2026
Lesezeit: ca. 15 Minuten

Der Traum von einer schwebenden Kragarmtreppe gehört heute zu den häufigsten Wünschen moderner Bauherren. Besonders in offenen Wohnkonzepten sorgt sie für ein großzügiges Raumgefühl, lässt Licht ungehindert fließen und wird häufig zum architektonischen Mittelpunkt des Hauses.

Wer jedoch ein Fertighaus plant oder bereits besitzt, stellt schnell fest, dass im Internet widersprüchliche Aussagen zu finden sind. Während einige Anbieter behaupten, eine Kragarmtreppe sei grundsätzlich möglich, schließen andere diese Bauweise kategorisch aus.

Die Wahrheit liegt – wie so oft – dazwischen. Ob eine Kragarmtreppe in einem Fertighaus realisiert werden kann, hängt nicht vom Hersteller, sondern vor allem vom Wandaufbau im Treppenbereich ab. Während sich eine klassische Kragarmtreppe in einem Massivhaus häufig problemlos umsetzen lässt, gelten bei Holzrahmen- oder Holzständerkonstruktionen andere statische Voraussetzungen.

Als Spezialist für individuell gefertigte Kragarmtreppen nach Maß prüft TBS Schmidt jedes Bauvorhaben deshalb bereits in einer frühen Planungsphase. Anhand der Baupläne und der vorhandenen Konstruktion lässt sich zuverlässig beurteilen, ob eine freitragende Treppe technisch sinnvoll realisiert werden kann oder ob eine alternative Treppenlösung die bessere Wahl ist.

In diesem Ratgeber erfahren Sie,

* wann eine Kragarmtreppe im Fertighaus möglich ist,
* welche Wandkonstruktionen geeignet sind,
* warum viele Fertighäuser die statischen Voraussetzungen nicht erfüllen,
* welche Ausnahmen es gibt,
* welche hochwertigen Alternativen zur Verfügung stehen
* und worauf bereits in der Hausplanung geachtet werden sollte.

Kurz zusammengefasst

Eine klassische Kragarmtreppe ist in den meisten Fertighäusern mit Holzrahmen-, Holzständer- oder Holztafelbauweise nicht möglich, da die Wandkonstruktion die erforderlichen Punktlasten nicht dauerhaft aufnehmen kann.

Verfügt das Haus jedoch über einen tragenden Betonkern oder massive Innenwände aus Beton oder Kalksandstein, kann eine Kragarmtreppe nach statischer Prüfung häufig problemlos realisiert werden.

Ist eine Kragarmtreppe in Ihrem Fertighaus möglich?

Hauskonstruktion Eignung Empfehlung
Massivhaus (Beton oder Mauerwerk) Ideal Beste Voraussetzungen für eine klassische Kragarmtreppe.
Fertighaus mit Betonkern Möglich Nach statischer Prüfung kann eine Kragarmtreppe häufig realisiert werden.
Holzrahmenbau Meist nicht möglich Empfehlenswert sind Wangentreppen oder Mittelholmtreppen.
Holzständerbau Nicht geeignet Die Wand kann die erforderlichen Punktlasten einer Kragarmtreppe in der Regel nicht aufnehmen.
Holztafelbau Nicht geeignet Alternative Treppenkonstruktionen bieten eine ähnliche moderne Optik ohne Wandverankerung.

Welche Treppenart eignet sich für ein Fertighaus?

Treppenart Optik Eignung im Fertighaus
Kragarmtreppe ★★★★★ Nur bei tragender Massivwand oder Betonkern möglich.
Wangentreppe ★★★★★ Sehr gut geeignet – keine tragende Wand erforderlich.
Mittelholmtreppe ★★★★☆ Moderne Alternative mit schwebender Wirkung.
Bolzentreppe ★★★★☆ Je nach Konstruktion eine elegante Lösung für Fertighäuser.

Warum diese Frage so häufig gestellt wird

Viele Bauherren verbinden ein Fertighaus automatisch mit einer modernen Architektur. Große Fensterflächen, offene Grundrisse und hochwertige Materialien passen hervorragend zur minimalistischen Optik einer Kragarmtreppe.

Genau deshalb gehört die Frage nach einer schwebenden Treppe mittlerweile zu den häufigsten Beratungsgesprächen bei TBS Schmidt.

Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass die Optik einer Kragarmtreppe nichts über ihre technische Konstruktion aussagt.

Während andere Treppenarten ihre Lasten überwiegend über Wangen, Mittelholme oder den Boden ableiten, wird eine Kragarmtreppe vollständig über eine verdeckt im Mauerwerk befestigte Stahlkonstruktion getragen. Jede einzelne Stufe überträgt dabei erhebliche Kräfte direkt in die tragende Wand.

Welche konstruktiven Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Welche Wand braucht eine Kragarmtreppe?

Deshalb entscheidet nicht die gewünschte Treppenform über die Machbarkeit, sondern ausschließlich die Tragfähigkeit der Wandkonstruktion.

Fertighaus ist nicht gleich Fertighaus

Ein weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, dass alle Fertighäuser gleich aufgebaut seien. Tatsächlich unterscheiden sich Fertighäuser jedoch erheblich – sowohl hinsichtlich der verwendeten Materialien als auch der tragenden Konstruktion.
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Je nach Hersteller kommen beispielsweise folgende Bauweisen zum Einsatz:

* Holzrahmenbau
* Holzständerbau
* Holztafelbau
* Hybridbauweise
* Massiv-Fertighäuser mit Beton- oder Mauerwerkskern

Gerade moderne Fertighäuser verfügen häufig über massive Treppenhauskerne oder tragende Innenwände aus Beton. In solchen Fällen kann eine Kragarmtreppe trotz Fertigbauweise durchaus möglich sein.
Dass eine Kragarmtreppe auch in Bestandsgebäuden häufig möglich ist, zeigt unser ausführlicher Ratgeber Kragarmtreppe im Altbau.

Aus diesem Grund beurteilt TBS Schmidt niemals den Hersteller eines Hauses, sondern immer die tatsächliche Konstruktion im Bereich der späteren Treppe.

Expertenwissen aus der Praxis
“Ob eine Kragarmtreppe möglich ist, entscheidet nicht der Name des Fertighausherstellers. Entscheidend ist ausschließlich der Wandaufbau im Treppenbereich. Deshalb prüfen wir zunächst die Baupläne und entwickeln anschließend die technisch sinnvollste Lösung.”

– Hartmut Schmidt, Geschäftsführer der TBS Treppen & Bauelemente Schmidt GmbH

Darum lohnt sich frühzeitige Planung

Viele Bauherren beschäftigen sich erst kurz vor dem Innenausbau mit ihrer neuen Treppe. Zu diesem Zeitpunkt sind tragende Wände jedoch häufig bereits fertiggestellt und konstruktive Änderungen nur noch mit erheblichem Aufwand möglich.

Wer bereits während der Planungsphase den Wunsch nach einer Kragarmtreppe berücksichtigt, schafft deutlich bessere Voraussetzungen. In vielen Fällen können Bauherren gemeinsam mit ihrem Fertighausanbieter bereits frühzeitig festlegen, ob im Treppenbereich beispielsweise ein tragender Betonkern oder eine massive Innenwand vorgesehen werden soll.

Dadurch bleiben alle Möglichkeiten offen – ohne später kostspielige Umbauten vornehmen zu müssen.

Inspiration für bereits umgesetzte Projekte finden Sie außerdem in unseren Referenzprojekten für Kragarmtreppen, in denen verschiedene Grundrisse, Holzarten und Geländervarianten vorgestellt werden.

Welche Voraussetzungen muss eine Kragarmtreppe erfüllen?

Ob eine Kragarmtreppe im Fertighaus realisiert werden kann, entscheidet sich nicht erst bei der Montage, sondern bereits bei der Konstruktion des Gebäudes. Während die schwebende Optik besonders leicht wirkt, entstehen im Inneren der Wand erhebliche Kräfte, die dauerhaft und sicher aufgenommen werden müssen.

Jede einzelne Stufe einer Kragarmtreppe wird über eine verdeckt liegende Stahlkonstruktion mit der tragenden Wand verbunden. Diese Konstruktion übernimmt sowohl das Eigengewicht der Treppe als auch die Belastung durch Personen und muss zusätzlich die entstehenden Hebelkräfte dauerhaft aufnehmen.

Aus diesem Grund stellt eine Kragarmtreppe deutlich höhere Anforderungen an den Wandaufbau als viele andere Treppenarten.

Geeignete Wandmaterialien

TBS Schmidt prüft grundsätzlich jede Wand individuell. Besonders bewährt haben sich folgende Wandkonstruktionen:

Stahlbeton

Stahlbeton bietet die besten Voraussetzungen für eine Kragarmtreppe. Durch seine hohe Druck- und Zugfestigkeit können die auftretenden Kräfte dauerhaft aufgenommen werden. Besonders im Neubau oder bei Fertighäusern mit massivem Betonkern ist dies häufig die ideale Lösung.

Kalksandstein

Auch tragende Wände aus Kalksandstein eignen sich hervorragend für Kragarmtreppen. Aufgrund der hohen Rohdichte lassen sich die Stahlkonstruktionen sicher verankern. Für diese Wandart liegen TBS Schmidt entsprechende statische Nachweise vor.

Vollziegel

Massives Ziegelmauerwerk kann ebenfalls eine geeignete Grundlage darstellen, sofern die Wand tragend ausgeführt wurde und die statischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Ytong-Vollstein

Entgegen einer häufigen Annahme können auch bestimmte massive Ytong-Vollsteinwände geeignet sein. Entscheidend sind dabei die konkrete Wandkonstruktion sowie die statische Bewertung des jeweiligen Bauvorhabens.

Warum Holzrahmenwände problematisch sind

Bei klassischen Fertighäusern in Holzrahmen- oder Holzständerbauweise besteht die tragende Konstruktion aus einem Holzständerwerk mit Dämmung und Beplankung. Diese Bauweise ist hervorragend für die Lasten aus Dach und Decken geeignet.

Die konzentrierten Punktlasten einer Kragarmtreppe wirken jedoch anders. Sie müssen dauerhaft und nahezu verformungsfrei in die Wand eingeleitet werden. Genau diese Voraussetzungen erfüllen Holzrahmenkonstruktionen in der Regel nicht.

Deshalb empfiehlt TBS Schmidt hier häufig alternative Treppenkonstruktionen, die ihre Lasten unabhängig von der Wand ableiten.

Expertenwissen aus der Praxis

Nicht jede schwebende Treppe ist eine Kragarmtreppe

Viele Bauherren wünschen sich in erster Linie die schwebende Optik einer Kragarmtreppe. Technisch lässt sich dieser Eindruck jedoch auch mit anderen Treppenkonstruktionen erreichen.

Deshalb betrachtet TBS Schmidt jedes Projekt ganzheitlich und empfiehlt nicht zwangsläufig eine Kragarmtreppe, sondern die Lösung, die technisch sinnvoll, dauerhaft sicher und gestalterisch überzeugend ist.

Das TBS-System

Eine Kragarmtreppe ist nur so gut wie ihre Konstruktion innerhalb der Wand. Deshalb setzt TBS Schmidt auf ein eigens entwickeltes Befestigungssystem, das speziell für hohe Belastungen ausgelegt wurde.

Zu den Besonderheiten gehören unter anderem:

* eigens entwickeltes 3-Rohr-System für eine besonders stabile Lastabtragung
* bis zu 33 % höhere Stabilität gegenüber herkömmlichen Konstruktionen
* statische Nachweise für verschiedene massive Wandaufbauten
* verdeckt liegende Stahlkonstruktion
* bis zu 200 kg Belastbarkeit pro Stufe
* Stufenlängen bis 1.100 mm
* 30 Jahre Garantie auf die Festigkeit der Wandbefestigung

Diese technischen Eigenschaften sorgen dafür, dass eine Kragarmtreppe nicht nur außergewöhnlich aussieht, sondern auch dauerhaft sicher genutzt werden kann.

Wann ist eine Kragarmtreppe im Fertighaus trotzdem möglich?

Auch wenn Holzrahmenhäuser in vielen Fällen nicht die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, bedeutet das keineswegs, dass eine Kragarmtreppe in jedem Fertighaus ausgeschlossen ist.

Entscheidend ist immer die tatsächliche Konstruktion im Bereich der späteren Treppe.

Viele moderne Fertighäuser verfügen heute über massive Bauteile, beispielsweise aus Schallschutz- oder Statikgründen. Besonders häufig betrifft das den Bereich des Treppenhauses, in dem tragende Betonwände oder massive Innenkerne vorgesehen werden.

Ist eine solche Konstruktion vorhanden, kann eine klassische Kragarmtreppe häufig genauso sicher umgesetzt werden wie in einem Massivhaus.

Deshalb beginnt jedes Projekt bei TBS Schmidt mit einer technischen Prüfung der vorhandenen Bauunterlagen.

Nicht der Hersteller entscheidet. Nicht die Hausgröße. Nicht der Haustyp.

Sondern ausschließlich die Konstruktion der tragenden Wand.

Spielt der Fertighaushersteller eine Rolle?

Viele Interessenten fragen gezielt nach Herstellern wie:

  • FingerHaus
  • WeberHaus
  • Bien-Zenker
  • SchwörerHaus
  • OKAL
  • HUF Haus
  • Massa Haus
  • Allkauf
  • Living Haus

Die Antwort lautet:

Nicht direkt.

Jeder Fertighaushersteller bietet unterschiedliche Bauweisen und Ausstattungsvarianten an. Selbst innerhalb derselben Baureihe können sich Wandaufbauten erheblich unterscheiden.

Deshalb lässt sich anhand des Herstellernamens allein keine Aussage darüber treffen, ob eine Kragarmtreppe möglich ist.

Viel wichtiger sind Fragen wie:

* Gibt es einen massiven Betonkern?
* Wurde eine tragende Innenwand aus Beton oder Kalksandstein geplant?
* Wie stark ist die Wand?
* Welche Lasten darf sie aufnehmen?
* Liegen statische Unterlagen vor?

Aus diesem Grund prüft TBS Schmidt grundsätzlich die Baupläne jedes Projekts individuell.

Welche Unterlagen werden für die Prüfung benötigt?

Bereits wenige Unterlagen reichen häufig aus, um eine erste Einschätzung abzugeben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Grundrisse
  • Wandaufbauzeichnungen
  • Statikunterlagen (falls vorhanden)
  • Schnitte durch das Treppenhaus
  • Angaben des Fertighausherstellers

Je früher diese Informationen vorliegen, desto einfacher lässt sich die passende Treppenlösung planen.

Geeignete Wandkonstruktionen für eine Kragarmtreppe

Wandaufbau Statische Eignung Bewertung durch TBS Schmidt
Stahlbeton Ideal Beste Voraussetzungen für eine Kragarmtreppe mit verdeckter Stahlkonstruktion.
Kalksandstein Sehr gut Bei tragender Ausführung hervorragend geeignet.
Vollziegel Gut Nach statischer Prüfung häufig problemlos realisierbar.
Ytong Vollstein Einzelfall Abhängig von Wandaufbau und statischem Nachweis.
Holzrahmenbau Nicht geeignet Punktlasten können in der Regel nicht dauerhaft aufgenommen werden.
Holzständerbau Nicht geeignet Alternative Treppenkonstruktionen sind meist die bessere Lösung.

Welche Alternativen empfielt TBS Schmidt ?

Wenn eine klassische Kragarmtreppe technisch nicht sinnvoll umgesetzt werden kann, bedeutet das keineswegs, dass Sie auf eine moderne und hochwertige Treppe verzichten müssen. Im Gegenteil.

Viele Bauherren entscheiden sich nach der Beratung bewusst für eine alternative Konstruktion, weil diese die gewünschte Optik mit den baulichen Gegebenheiten optimal verbindet.

Dabei verfolgt TBS Schmidt einen klaren Grundsatz:

Nicht jede Treppe muss eine Kragarmtreppe sein. Entscheidend ist, dass die gewählte Lösung technisch überzeugt, langfristig sicher ist und perfekt zu Ihrem Zuhause passt.

Wangentreppe

Die Wangentreppe zählt zu den beliebtesten Alternativen im Fertighaus.

Da sämtliche Lasten über die seitlichen Wangen aufgenommen werden, spielt die Tragfähigkeit der Wand kaum eine Rolle.

Gleichzeitig lässt sich eine sehr filigrane und moderne Gestaltung realisieren.

Wangentreppe nach Maß

Mittelholmtreppe

Auch die Mittelholmtreppe eignet sich hervorragend für Fertighäuser.

Durch den mittig angeordneten Tragholm entsteht ebenfalls eine sehr leichte Optik, während sämtliche Lasten sicher in die Bodenkonstruktion eingeleitet werden.

Gerade in offenen Wohnkonzepten zählt sie zu den beliebtesten Alternativen. 

Mittelholmtreppen

Bolzentreppe

Eine weitere elegante Lösung stellt die Bolzentreppe dar.

Sie vermittelt ebenfalls einen schwebenden Eindruck und benötigt keine klassische Wandverankerung wie eine Kragarmtreppe.

Vor allem bei begrenzten Platzverhältnissen kann sie eine interessante Alternative sein.

Bolzentreppe

Expertenwissen: “Viele Kunden kommen mit dem Wunsch nach einer Kragarmtreppe zu uns. Nach der technischen Prüfung entscheiden sie sich jedoch bewusst für eine Wangentreppe oder Mittelholmtreppe – nicht weil sie müssen, sondern weil diese Lösung für ihr Haus langfristig die bessere Wahl ist.”

– Hartmut Schmidt

Ist mein Fertighaus für eine Kragarmtreppe geeignet?

Viele Bauherren möchten bereits vor dem ersten Beratungsgespräch wissen, ob sich der Wunsch nach einer Kragarmtreppe überhaupt realisieren lässt. Die folgende Checkliste gibt Ihnen eine erste Orientierung.

Natürlich ersetzt sie keine statische Prüfung – sie hilft jedoch dabei, die wichtigsten Voraussetzungen bereits im Vorfeld einzuschätzen.

✔️ Gute Voraussetzungen

* Der Wandaufbau im Treppenbereich ist bekannt.
* Es handelt sich um eine tragende Innenwand.
* Die Wand besteht aus Beton, Kalksandstein oder massivem Vollmauerwerk.
* Ein Betonkern ist in den Bauplänen eingezeichnet.
* Die Baupläne oder Statikunterlagen liegen bereits vor.
* Der Treppenbereich befindet sich noch in der Planungsphase.

⚠️ Eine individuelle Prüfung empfiehlt sich besonders

* Das Fertighaus befindet sich bereits im Bau.
* Es handelt sich um eine Holzrahmen- oder Holzständerbauweise.
* Der Wandaufbau ist unbekannt.
* Änderungen an der Treppenöffnung sind nur noch eingeschränkt möglich.

So läuft die Planung mit TBS Schmidt ab

Eine Kragarmtreppe entsteht nicht „von der Stange“. Jede Treppe wird individuell geplant und exakt auf das Gebäude abgestimmt.

Gerade bei Fertighäusern beginnt die Planung deshalb nicht mit der Auswahl von Holz oder Geländer, sondern mit einer technischen Prüfung der vorhandenen Konstruktion.

Bereits anhand weniger Unterlagen lässt sich häufig beurteilen, welche Treppenlösung technisch sinnvoll ist und welche Möglichkeiten für die Gestaltung bestehen.

1 Baupläne prüfen Grundrisse und Wandaufbau werden analysiert.
2 Machbarkeit bewerten Prüfung der statischen Voraussetzungen.
3 Treppenlösung auswählen Kragarmtreppe oder passende Alternative.
4 Individuelle Planung Grundriss, Holzart, Geländer, Beleuchtung und Details werden abgestimmt.
5 Fertigung Produktion der Treppe im eigenen System.
6 Montage Fachgerechte Montage und Endabnahme.

Früh planen lohnt sich

Wer den Wunsch nach einer Kragarmtreppe bereits während der Hausplanung berücksichtigt, schafft häufig die besten Voraussetzungen. In vielen Fällen lässt sich eine geeignete Wandkonstruktion frühzeitig einplanen und spätere Umbauten oder zusätzliche Kosten können vermieden werden.

Warum eine ehrliche Beratung langfristig die beste Lösung ist

Nicht jedes Fertighaus eignet sich für eine klassische Kragarmtreppe. Genau deshalb beginnt eine professionelle Planung immer mit einer objektiven Bewertung der baulichen Voraussetzungen.

Bei TBS Schmidt steht nicht eine bestimmte Treppenart im Mittelpunkt, sondern die Lösung, die technisch überzeugt und dauerhaft sicher funktioniert.

Ist eine Kragarmtreppe möglich, entsteht eine nahezu schwebende Treppe mit verdeckt liegender Stahlkonstruktion, individuell gefertigten Massivholzstufen und auf Wunsch mit Ganzglasgeländer, LED-Beleuchtung oder weiteren Ausstattungsdetails.

Sind die Voraussetzungen dagegen nicht gegeben, empfiehlt TBS Schmidt bewusst eine hochwertige Alternative wie eine Wangen-, Mittelholm- oder Bolzentreppe. So erhalten Bauherren eine Treppenlösung, die sowohl gestalterisch als auch konstruktiv optimal zum Gebäude passt.

Typische Irrtümer rund um Kragarmtreppen im Fertighaus

Häufige Annahme So ist es tatsächlich
„Eine Kragarmtreppe ist in jedem Fertighaus unmöglich.“ Kommt darauf an
Entscheidend ist der Wandaufbau. Mit tragendem Betonkern oder massiver Innenwand kann eine Kragarmtreppe möglich sein.
„Der Fertighaushersteller entscheidet über die Machbarkeit.“ Nicht direkt
Entscheidend ist nicht der Hersteller, sondern die konkrete Konstruktion im Treppenbereich.
„Jedes Fertighaus besteht ausschließlich aus Holz.“ Nicht immer
Viele moderne Fertighäuser besitzen massive Bauteile oder Betonkerne.
„Eine schwebende Optik gibt es nur mit einer Kragarmtreppe.“ Falsch
Auch Wangen-, Mittelholm- oder Bolzentreppen können sehr offen und modern wirken.
„Eine Nachrüstung ist später immer problemlos möglich.“ Selten einfach
Ohne geeignete Wandkonstruktion kann eine spätere Umsetzung aufwendig oder unwirtschaftlich sein.
„Die Statik ist nur Formsache.“ Sehr wichtig
Die statische Prüfung entscheidet, ob eine Kragarmtreppe dauerhaft sicher realisierbar ist.

Auf einen Blick

Beton, Kalksandstein oder massive Wand vorhanden?

Kragarmtreppe häufig möglich – nach statischer Prüfung.

×
Holzrahmenbau oder Holzständerwand?

Klassische Kragarmtreppe meist nicht geeignet – Alternative prüfen.

?
Wandaufbau unklar?

Baupläne an TBS Schmidt senden und Machbarkeit prüfen lassen.

Häufige Fragen zur Kragarmtreppe im Fertighaus

Kann eine Kragarmtreppe nachträglich in ein Fertighaus eingebaut werden?
Ja, wenn eine ausreichend tragfähige Wand vorhanden ist oder bereits ein massiver Betonkern im Treppenbereich besteht. Ohne diese Voraussetzungen ist eine nachträgliche Realisierung meist nur mit erheblichem baulichem Aufwand möglich.

Muss mein Fertighaushersteller eine Kragarmtreppe vorsehen?
Nein. Wichtig ist lediglich, dass im Bereich der Treppe eine geeignete tragende Wand vorhanden ist. Ob diese Voraussetzung erfüllt wird, hängt vom individuellen Wandaufbau ab und nicht vom Namen des Herstellers.

Ist eine Verstärkung der Wand möglich?
Je nach Bauweise können zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden. Ob sich diese wirtschaftlich und technisch lohnen, sollte jedoch immer im Einzelfall geprüft werden.

Welche Treppenart eignet sich am besten als Alternative?
In vielen Fertighäusern bieten Wangentreppen oder Mittelholmtreppen eine hervorragende Kombination aus moderner Optik, hoher Stabilität und maximaler Gestaltungsfreiheit. Auch Bolzentreppen können – abhängig von der baulichen Situation – eine interessante Lösung sein.

Kann ich meinen Grundriss vorab prüfen lassen?
Ja. Bereits anhand der Baupläne oder Wandaufbauzeichnungen lässt sich häufig beurteilen, welche Treppenlösung technisch sinnvoll umgesetzt werden kann.

Fazit: Frühzeitig planen, dauerhaft profitieren

Eine Kragarmtreppe im Fertighaus ist keineswegs grundsätzlich ausgeschlossen. Entscheidend sind jedoch die statischen Voraussetzungen und der Wandaufbau im Bereich der späteren Treppe.

Je früher diese Punkte berücksichtigt werden, desto größer ist der Gestaltungsspielraum. In vielen Fällen kann bereits während der Hausplanung entschieden werden, ob eine klassische Kragarmtreppe realisierbar ist oder ob eine alternative Treppenkonstruktion die bessere Wahl darstellt.

Durch die frühzeitige Prüfung der Bauunterlagen lassen sich unnötige Umbauten vermeiden und die Treppe optimal in das Gesamtkonzept des Hauses integrieren.

Kostenlose Machbarkeitsprüfung

Sie planen ein Fertighaus oder besitzen bereits Bauunterlagen und möchten wissen, ob eine Kragarmtreppe möglich ist?

Senden Sie uns einfach Ihren Grundriss oder die Wandaufbauzeichnungen. Unsere Experten prüfen unverbindlich, ob die baulichen Voraussetzungen erfüllt sind und welche Treppenlösung technisch und gestalterisch am besten zu Ihrem Bauvorhaben passt.

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