Konstruktion einer Kragarmtreppe – So entstehen schwebende Treppen

Treppenpreise - Was kostet eine Treppe
Hartmut Schmidt von TBS Schmidt
Autor: Hartmut Schmidt
Aktualisiert: 27. Juni 2026
Lesezeit: ca. 15 Minuten
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Eine schwebende Treppe wirkt leicht und filigran – ihre Konstruktion gehört jedoch zu den anspruchsvollsten Aufgaben im modernen Treppenbau. Erfahren Sie, wie eine Kragarmtreppe aufgebaut ist, welche statischen Anforderungen erfüllt werden müssen und warum eine präzise Planung die Grundlage für Sicherheit und Langlebigkeit bildet.

Wie funktioniert die Konstruktion einer Kragarmtreppe?

Viele Bauherren stellen sich zunächst dieselbe Frage: Wie kann eine Treppe scheinbar frei im Raum schweben und dennoch absolut sicher sein?

Die Antwort liegt in der Konstruktion.
Bei einer Kragarmtreppe wird jede einzelne Stufe über eine speziell geplante Tragkonstruktion mit einer tragenden Wand verbunden. Im Gegensatz zu klassischen Treppen gibt es keine seitlichen Wangen oder einen Mittelholm, die das Gewicht sichtbar aufnehmen. Dadurch entsteht die charakteristische schwebende Optik.

Trotz ihrer filigranen Erscheinung ist eine Kragarmtreppe eine technisch anspruchsvolle Konstruktion. Jede Stufe muss nicht nur das Eigengewicht tragen, sondern auch die Belastungen aufnehmen, die im täglichen Gebrauch entstehen. Deshalb werden Konstruktion, Wandaufbau und Befestigung bereits in der Planungsphase exakt aufeinander abgestimmt.

Mehr über die grundlegenden Eigenschaften einer Kragarmtreppe erfahren Sie auf unserer Hauptseite Kragarmtreppe.

Aufbau einer Kragarmtreppe

Auch wenn jede Kragarmtreppe individuell entwickelt wird, folgt der grundsätzliche Aufbau immer demselben Prinzip.

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Tragende Wand

Die tragende Wand bildet das Fundament der gesamten Konstruktion. Sie nimmt sämtliche Kräfte auf und leitet diese sicher in das Gebäude ein.

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Tragkonstruktion

Je nach Bauvorhaben wird eine passende Konstruktion entwickelt, die dauerhaft stabil bleibt und gleichzeitig die gewünschte schwebende Optik ermöglicht.

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Treppenstufen

Die Stufen werden präzise gefertigt und mit der Tragkonstruktion verbunden. Material, Stärke und Oberfläche werden individuell auf Architektur und Nutzung abgestimmt.

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Geländer

Ob Glasgeländer, filigraner Handlauf oder nahezu unsichtbare Lösungen – das Geländer ergänzt die Konstruktion sowohl gestalterisch als auch funktional.

Inspirationen finden Sie auf unserer Seite Kragarmtreppe mit Glasgeländer.

Bauteil Aufgabe Bedeutung für die Konstruktion
Tragende Wand Grundlage Sie nimmt sämtliche Kräfte der Kragarmtreppe auf und bildet die Voraussetzung für eine dauerhaft sichere Konstruktion.
Tragkonstruktion Verbindung Sie verbindet die Stufen dauerhaft mit der Wand und sorgt für die charakteristische schwebende Optik.
Treppenstufen Lauffläche Material, Stärke und Oberfläche beeinflussen Komfort, Design und die spätere Nutzung der Treppe.
Statik Sicherheit Die statische Berechnung stellt sicher, dass sämtliche Lasten dauerhaft sicher aufgenommen werden.
Geländer oder Handlauf Schutz Erhöht die Sicherheit und ergänzt die Konstruktion gestalterisch – beispielsweise mit Glas oder Holz.
Montage Präzision Eine fachgerechte Montage ist entscheidend für Passgenauigkeit, Stabilität und die spätere Lebensdauer der Treppe.

Warum Statik so wichtig ist

Die Statik entscheidet darüber, ob eine Kragarmtreppe dauerhaft sicher funktioniert.

Bereits vor der Fertigung werden alle relevanten Rahmenbedingungen geprüft:

  • Wandaufbau
  • Wandstärke
  • Lastabtragung
  • Treppenverlauf
  • Stufenabmessungen
  • Geländerausführung
  • spätere Nutzung

Jede Kragarmtreppe wird individuell geplant. Standardlösungen gibt es bei dieser Bauweise nicht.

Welche Wand eignet sich?

Nicht jede Wand ist automatisch für eine Kragarmtreppe geeignet.

Häufig kommen unter anderem folgende Wandkonstruktionen infrage:

  • Stahlbeton
  • Kalksandstein
  • Hochlochziegel
  • verstärkte Mauerwerkskonstruktionen

Ob eine vorhandene Wand geeignet ist, lässt sich erst nach einer technischen Prüfung beurteilen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite „Welche Wand benötigt eine Kragarmtreppe?“

Wandmaterial Eignung Hinweis
Stahlbeton Ideal Beste Voraussetzungen für eine klassische Kragarmtreppe mit verdeckter Tragkonstruktion.
Kalksandstein Sehr gut geeignet Bei ausreichender Wandstärke und statischer Eignung häufig problemlos umsetzbar.
Vollziegel Geeignet Die Eignung hängt von Wandaufbau und Tragfähigkeit ab und wird individuell geprüft.
Porenbeton (Ytong) Einzelfall Oft sind zusätzliche konstruktive Maßnahmen erforderlich, um eine sichere Ausführung zu ermöglichen.
Holzständerbau Meist nicht geeignet Die Konstruktion kann die hohen Punktlasten einer klassischen Kragarmtreppe in der Regel nicht aufnehmen.
Bestandswand Prüfung erforderlich Vor einer Umsetzung prüfen wir die vorhandene Bausubstanz und entwickeln bei Bedarf eine individuelle Lösung.

Planung bereits im Rohbau

Die besten Voraussetzungen entstehen, wenn eine Kragarmtreppe bereits während der Rohbauphase berücksichtigt wird.

Dadurch können:

  • Wandaufbauten optimiert
  • Befestigungen vorbereitet
  • Leitungen berücksichtigt
  • spätere Anpassungen vermieden werden

Eine frühzeitige Abstimmung zwischen Bauherr, Architekt und Treppenbauer erleichtert die Umsetzung erheblich.

Lesen Sie auch unseren Ratgeber „Kragarmtreppe im Neubau“.

Konstruktion einer Kragarmtreppe im Altbau

Auch in Bestandsgebäuden lässt sich eine Kragarmtreppe häufig realisieren.

Ob dies möglich ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • bestehender Wandaufbau
  • Tragfähigkeit
  • Platzverhältnisse
  • gewünschter Treppenverlauf

Im Rahmen der Planung werden diese Voraussetzungen individuell bewertet.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite „Kragarmtreppe im Altbau“.

Warum Erfahrung bei der Konstruktion entscheidend ist

Eine Kragarmtreppe gehört zu den technisch anspruchsvollsten Treppenkonstruktionen überhaupt.

Deshalb sollte nicht nur die Gestaltung im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem die sorgfältige Planung.

Bei TBS Schmidt begleiten wir Bauherren, Architekten und Planer von der ersten Idee bis zur fertigen Montage. Jede Konstruktion wird individuell auf das jeweilige Bauvorhaben abgestimmt – mit dem Ziel, Design, Sicherheit und Langlebigkeit optimal miteinander zu verbinden.

Häufige Fragen zur Kragarmtreppe im Fertighaus

Wie funktioniert eine Kragarmtreppe?
Die Stufen werden über eine Tragkonstruktion mit einer tragenden Wand verbunden. Dadurch entsteht die typische schwebende Optik.

Ist jede Wand geeignet?
Nein. Ob eine Wand geeignet ist, muss individuell geprüft werden.

Nein. Ob eine Wand geeignet ist, muss individuell geprüft werden.
Ja, häufig ist das möglich. Voraussetzung ist eine geeignete Tragkonstruktion.

Wird jede Kragarmtreppe individuell geplant?
Ja. Konstruktion, Statik und Gestaltung werden auf jedes Bauvorhaben abgestimmt.

Muss die Treppe bereits im Rohbau geplant werden?
Das ist empfehlenswert, aber nicht zwingend. Je früher die Planung beginnt, desto größer sind die gestalterischen Möglichkeiten.

Sie planen eine Kragarmtreppe?

Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen die baulichen Voraussetzungen und entwickeln eine Konstruktion, die perfekt zu Ihrem Bauvorhaben passt.

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